Märchen und Sagen aus alten Tagen

Die Fürstenstraße in St. Johann

Die St. Johanner Bürger waren in dem zu Ende gehenden 18. Jahrhundert mit ihrem Fürsten Ludwig über die Bezahlung von Abgaben in Streit geraten. Der Fürst, der sonst beim Reiten nach seinem Lustschlosse Ludwigsberg immer den Weg durch die St. Johann über den Markt genommen hatte, ritt von jetzt an, um die Bürger zu strafen, „newe der Stadt“ an der Stadtmauer entlang und bog dann in die Vorstadt, die heutige Bahnhofstraße, ein, ohne den eigentlichen Ort mehr zu berühren.

Damit hatte er aber das richtige gefunden, das die Bürger an ihrer Eitelkeit traf, und bald wurde so eine Einigung in der Streitfrage erzielt. Zum Andenken daran benannte man später den Berg, den der Fürst genommen, als er „newe der Stadt“ vorbeigeritten war, mit dem stolzen Namen Fürstenstraße.