Märchen und Sagen aus alten Tagen

Das gebannte Kuhkalb

Um das Jahr 1800 fuhren Straßenfuhrleute aus Klarenthal, die damals vielfach Glas- und Porzellanwaren nach Frankreich, Hessen und Baden in großen, hochaufgebauten, oben mit Tuch überspannten Wagen beförderten, auf der Landstraße nach Saarbrücken.

Am alten Senftenwerk begegneten ihnen drei katholische Geistliche im Ornat, die aus ihren Büchern beteten. Sie hatten aber an einer Kette ein Kalb zwischen sich, das sie führten.

Später, als die Fuhrleute wieder von der Reise zurückkamen, fragten Sie in Saarbrücken nach, was das zu bedeuten habe, und da erzählte man ihnen, das Kalb sei ein böser Geist gewesen, den die Geistlichen aus der Stadt in die Gegend vom Drahtzugweiher gebannt hätten.