Märchen und Sagen aus alten Tagen

EL PINTORS 1001 NACHT

ZAUBERBUCH VON 1001 Nacht

EL Pintors Zauberbuch von 1001 Nacht

ZUM ZAUBERBUCH.

Die berühmten Erzählungen von Tausend und Eine Nacht! Wer sie einmal gelesen hat vergisst sie nie wieder, so alt er auch wird. Das ist das seltsame an diesen Erzählungen.

Und so entstanden sie:
Es lebte einmal ein Sultan, der nicht einschlafen konnte. Die ganze Nacht lag er in seinem Bett und starrte die Decke an; und das langweilte ihn mit der Zeit schrecklich. Da ging er nun nach dem Sklavenmarkt und kaufte sich eine Sklavin, die recht schläfrig aussah."Sklavin" sprach er, jeden Abend, wenn ich zubett gehe, musst Du mir eine Geschichte erzählen." "Ich werde mir grosse Mühe geben" sprach die Sklavin."Nein" antwortete der Sultan, "das sollst Du gerade nicht. Du darfst nur langweilige Geschichten erzählen, die langweiligsten, die Du kennst".

"Ich werde mir grosse Mühe geben" sprach die Sklavin.
Und sie erzählte Geschichten, so schrecklich langweilig, das die Höflinge gähnend umfiehlen. Nur der Sultan hielt sich. Er blieb wach, und als es aus war sagte er: "Langweilig war es. Aber geschlafen habe ich nicht. Bringt mir eine Andere!"
Und es kam eine andre Sklavin. Und diese erzählte so langweilige Geschichten, dass sie selbst dabei einschlief. Aber der Sultan blieb wach.
Endlich jedoch nachdem viele Nächte so vorbei gegangen waren, kam eine Sklavin von seltener Schönheit. Und ihr Name war Scheherzade. Als der Sultan sie sah setzte er sich gerade in seinem Bett auf und rief: "Träume ich?" Scheherezade lächelte nur und begann zu erzählen, und zwar so herrlich, dass der Sultan seine Schlaflosigkeit vollkommen vergaß und atemlos lauschte, die ganze Nacht hindurch. Und als die Sonne aufging fiel er mit einem Seufzer in Schlaf. Und die ganze Stadt lief herbei um dieses Schauspiel zu sehen.
Erst gegen Abend wurde der Sultan mit roten Backen wach und rief:"Weiter! Weiter!" Und Scheherezade erzählte tausend und eine Nacht lang. Da sprach der Sultan:"Ich glaube wahrhaftig, dass ich verliebt bin." Er dachte noch ein bisschen darüber nach und sagte dann:"Ja, ich bin es." Und er war es auch. Und sie machten mit großer Pracht Hochzeit. Und als Hochzeitsgeschenk überreichten die anderen Sklavinnen (die am Schlüsselloch gelauscht haben) das Buch, in dem die Geschichten von tausend und eine Nacht drin standen, in blauem Samt gebunden, mit silbernen Sternen. Und sie nannten es

"ZAUBERBUCH VON 1001 NACHT"

Wenn Ihr nun den Umschlag von diesem Buch anseht, dann seht Ihr, dass es genau so heisst. Und doch ist es nicht dasselbe. Es stehen nur drei Erzählungen drin, das sind 998 zu wenig. Aber dafür sind auch Bilder drin, die im grossen Buch nicht zu sehen waren. Und das war auch kaum möglich, denn damals lebte El Pintor noch nicht.
El Pintor ist ein Zauberer aus unserer Zeit, ein modernes Heinzelmännchen; er sieht genau so aus wie viele andre Menschen, und er wohnt, ohne Zipfelmütze und ohne Bart, in einem ganz gewöhnlichen Haus. Doch passt auf! Abends, wenn es dunkel wird, nimmt er Schere und Leimtopf zur Hand und macht Zauerbücher für Kinder; eins schöner als das andre. Dies ist eines davon. Wenn Ihr es rechts aufmacht findet Ihr die Geschichten und wenn ihr es links aufschlägt seht Ihr die Bilder. Erst lest Ihr die Erzählungen und dann macht Ihr das Buch wieder auf (an der linken Seite) und dann richtet sich Alles, was Ihr gelesen habt, vor Euren erstaunten Augen auf. Ihr denkt: Das ist unmöglich, aber wenn Ihr es nocheinmal probiert, seht Ihr, dass es wirklich geht. El Pintor kann alles. Er schreckt vor nichts zurück, ebenso wie...

ALI BABA und die vierzig Räuber